Europapokal: Champions League und Europa League im liveticker verfolgen

Wenn Bayer Leverkusen im Hinspiel des Achtelfinales der Champions League den FC Barcelona empfängt und wenn der FC Bayern München im Rückspiel gegen den FC Basel den Einzug ins Viertelfinale klar machen will, gucken Millionen von Fußballfans in Deutschland in die Röhre, weil beide Spiele nur im Pay-TV bei Sky zu sehen sind. Eine willkommene Alternative, um trotzdem nichts zu verpassen, bietet ein liveticker.

Mit einem liveticker im Internet sieht man zwar keine bewegte Bilder, ist aber dank regelmäßiger und in kurzen Abständen erfolgenden Schilderungen des Spielgeschehens trotzdem mittendrin. Der große Vorteil eines Ticker im Vergleich zum Pay-TV ist, dass ein liveticker in der Regel völlig kostenlos ist. In Deutschland bieten zahlreiche große Seiten wie beispielsweise der Kicker oder Transfermarkt Ticker an, doch auch auf vielen kleinen Seiten finden sich hobbymäßig betriebene liveticker, die oftmals sogar noch mehr Herzblut verströmen als die großen, kommerziellen liveticker.

An Spannung ist ein liveticker in jedem Fall kaum zu überbieten, vor allem weil beim liveticker die Zeit endlos zu dauern scheint, wenn in einer ersten Nachricht “Tor in München“ zu lesen ist, aber man anschließend auf die nächste Nachricht warten muss, mit der man erst erfährt, welche Mannschaft getroffen hat. Manche liveticker verzichten jedoch auch auf diesen Nervenkitzel und verkünden gleich den Torschützen und das neue Resultat, was vor allem bei eingefleischten Anhängern durchaus gut sein kann für das Herz.

Abgesehen von Toren erfährt man in einem Ticker meistens alles Wichtige. So werden natürlich Auswechslungen und Platzverweise, aber auch gelbe Karten und die Zuschauerzahl im liveticker bekannt gegeben. Und wenn es zu besonderen Vorkommnissen kommt und beispielsweise ein Trainer auf die Tribüne verwiesen wird, wird dies im liveticker selbstverständlich auch vermeldet.

Neben einem objektiven liveticker, der sich sachlich auf die Geschehnisse auf dem Platz konzentriert und diese relativ nüchtern wiedergibt, existieren aber auch liveticker, die durch die Vereinsbrille berichten. So verfügen nahezu alle Erst- und Zweitligisten in Deutschland auf der eigenen Homepage über einen Ticker, der natürlich alles andere als unparteiisch von einem Spiel berichtet. Wer sich als Fan oft über eine ungerechte Behandlung des eigenen Klubs in den Medien ärgert, kann sich im vereinseigenen liveticker sicher sein, dass die Berichterstattung sehr wohlwollend ist, was jedoch auch nicht immer optimal sein dürfte, zum Beispiel wenn ein grottenschlechtes Spiel der eigenen Mannschaft im liveticker noch schöngefärbt wird.

Letztlich ist ein Ticker, in welcher Form auch immer, aber nur als seltene Alternative zum Live-Spiel im Fernsehen oder Stadion zu sehen. Auf Dauer wird sich wohl kein Anhänger allein mit den Zahlen zufrieden geben, ohne den Ball rollen zu sehen. Doch gerade bei Spielen, die ansonsten nur im Pay-TV gezeigt werden, kann man durchaus einmal auf einen liveticker zurückgreifen.